Nienburg. Die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert in ihrem Antrag das Baugebiet "südlich der Bunsenstraße" als Modellprojekt für eine klimafreundliche Siedlung zu entwickeln. "Wir haben die seltene Gelegenheit, weil die Stadt selber Eigentümerin des Grundstücks ist, vertraglich mit den Käufern Klimaschutzmaßnahmen zu vereinbaren und diese auch durchzusetzen", so Peter Schmithüsen, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat. Erst vor wenigen Wochen hatte die Verwaltung das Baugebiet am Rande der Lehmwandlung dem Rat vorgestellt und viel Lob für ein zukunftweisendes Konzept erhalten. Die Anlage der Häuser, bei der auch der Schattenwurf unterschiedlicher Sonneneinstrahlwinkel berücksichtigt wurden, begünstigt die solare Energiegewinnung. Baurechtlich allerdings lässt sich die ökologische und energetische Bauweise der Häuser nicht auf Passivhausstandard festlegen, sodass ein Vertrag zwischen Stadt und Käufer notwendig wird. Diesen rechtsverbindlichen Weg mit einem privatrechtlichem Vertrag wollen die Grünen nun einschlagen und stellten dazu einen entsprechenden Ratsantrag.
In ihrem Antrag fordern die Grünen die Verwaltung auf, vertraglich zu regeln, dass neben dem Passivhausstandard sowohl das Baumaterial der Häuser ökologisch verträglich sein soll als auch die Rest-Energieversorgung aus regenerativen Energiequellen gespeist wird. "Die Stadt hat sich mit überparteilicher Mehrheit mit dem CO2-Minderungskonzept dem Klimaschutz verpflichtet. Sie kann und muss nun auch mal konkret werden und dieses Projekt realisieren", meint Hedda Freese, stellvertretende Bürgermeisterin und Ratsfrau der Grünen. Der Antrag der Fraktion wird voraussichtlich in der Ratssitzung am 22. Oktober auf der Tagesordnung stehen. "Wir hoffen auf eine breite Unterstützung im Rat", so Schmithüsen. "Es sollte uns doch gelingen, mit diesem Leuchtturmprojekt die Attraktivität unserer Stadt für aufgeschlossene, umweltbewusste Menschen und junge Familien weiter zu steigern."
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