Sabine Möllhoff, Heidi Harms und Christa Hansche begleiten eine Gruppe somalischer Flüchtlinge seit Anfang des Jahres in der Samtgemeinde Steimbke. Bella Adan Shire lebt seit Dezember 2013 in der Mühlenstraße 13 in Steimbke. Ihr Weg nach Steimbke begann in Qoreyooley in Somalia, wo sie im Jahr 2011 miterleben musste, wie Shababb-Milizen ihren Mann umbrachten. Danach musste sie für diese Milizen arbeiten. Als man sie jedoch mit einem Angehörigen der Milizen verheiraten wollte, ergriff Bella die Flucht und musste ihre drei kleinen Kinder (damals 4, 5 und 6 Jahre alt) bei ihrer Mutter zurück lassen. Während ihrer Flucht kam sie von Libyen über das Mittelmeer nach Lampedusa, schließlich von Italien nach Deutschland. Hier wurde sie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Braunschweig dem Landkreis Nienburg zugewiesen und somit endete ihre Odyssee in Steimbke.
Im Mai schrieben Harms und Möllhoff einen Brief an den Niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD). Nach langem Warten und Hoffen und immer auch wieder Rückschlägen erhielten sie im November die frohe Botschaft, dass der Innenminister sich mit Herrn Dr. Frank-Walter Steinmeier (Außenminister, SPD) darüber geeinigt habe, dass diese Kinder zu ihrer Mutter kommen können. Eine sehr erfreuliche und außergewöhnliche Lösung, denn Bella hat hier in Deutschland noch keinen Status erlangt. Aber auch hier vor Ort sind viele Personen aktiv gewesen und arbeiten immer noch mit an dem Happy End für Bella. Knut Hallmann Samtgemeindebürgermeister (SPD), Katja Keul (Bundestagsabgeordnete der Partei Bündnis 90/Die Grünen), die Ausländerbehörde in Nienburg, Helge Limburg und Filiz Polat (Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen) setzten sich, neben weiteren Personen aus der SG Steimbke, ein, damit diese Geschichte in Bewegung blieb. Mit dem positiven Ergebnis gibt es aber auch wieder eine neue „Baustelle". Denn die Finanzierung der Flüge und anderer Kosten sowie das Abholen der Kinder bleibt dem Helferkreis der Flüchtlinge überlassen. Aber die Hilfsbereitschaft der Steimbker Bürger, Firmen und Institutionen lässt nach heutigem Stand der Dinge hoffen, dass auch diese letzte Hürde genommen werden kann. Auf den Weihnachtsmärkten der vergangenen Wochenenden wurde auch eifrig gesammelt. Als besonderes Engagement sei hier zu erwähnen, dass die Kinder der Wendener Theatergruppe sich sehr großzügig gezeigt haben und einen beträchtlichen Teil ihrer Einnahmen gespendet haben.
Und für den Fall, dass sich noch weitere Menschen angesprochen fühlen, die ein großes Herz haben, hat die Samtgemeinde ein Spendenkonto eingerichtet, das da lautet
Samtgemeinde Steimbke (IBAN DE56 2565 0106 0000 1560 00)
Verwendungszweck „Flüchtlingshilfe SG Steimbke"
Beschluss der Landesdelegiertenkonferenz der GRÜNEN Niedersachsen vom 25.04.2026.
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