Nienburg. Die Grüne Stadtratsfraktion hat in der letzten Sitzung ihre Position zur Schulentwicklung in Nienburg erneut bekräftigt. "Klar ist, dass mit nur noch vier Zügen der Sekundarstufe 1, neben den Gymnasien und der Kreis-IGS, nicht alle Schulgebäude weiter betrieben werden können", so Heike Möhlmann, schulpolitische Sprecherin der Fraktion. "Um ein gutes und pädagogisch sinnvolles Angebot vorhalten zu können, werden wir uns mittelfristig auf einen Standort verständigen müssen." Die Fraktion diskutierte aber auch den Ansatz eine Außenstelle in Langendamm aufrechtzuerhalten, so lange dort die Schülerzahlen dies rechtfertigten. Diese Variante ist im Grundsatz möglich, bedarf allerdings der Zustimmung der Landesschulbehörde.
Die künftige Schule kann nach Auffassung der Grünen nur ein integratives Angebot sein. Im Idealfall entsteht eine weitere IGS oder, falls die Eltern dies so wünschen, auch eine Oberschule mit Z-Kursen zur Vorbereitung auf eine gymnasiale Oberstufe. Die geplante Elternbefragung sei ein guter Weg die Entscheidung demokratisch zu untermauern, so Möhlmann.
Auch Peter Schmithüsen, Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat, sieht in der Elternbefragung eine Möglichkeit die Eltern nicht nur zu befragen, sondern auch umfassend zu informieren, welche Perspektiven und Chancen eine Stadt-IGS böte. Die Planungen im Landkreis habe die Fraktion mit Interesse verfolgt, allerdings habe diese Entwicklungen nur wenig Einfluss auf die stadtinternen Entscheidungen. "Es ist wichtig, in der Schulentwicklungsplanung die Kooperation mit den Nachbargemeinden zu suchen, aber eine Stadt der Größenordnung von Nienburg kann nach unserer Überzeugung nicht vollständig auf ein eigenes Angebot für ihre haupt- und realschulempfohlenen Kinder verzichten", so Schmithüsen. "Eine vierzügige Stadt-IGS ohne eigene Oberstufe wird keine Konkurrenz zur großen Landkreis IGS darstellen. Sie würde, weil passgenau für den Nienburger Bedarf ausgelegt, auch sicher kaum Schüler aus den Nachbargemeinden abziehen."
Die Grüne Fraktion steht weitgehend hinter dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zur Schulentwicklung, möchte aber die Möglichkeit prüfen lassen, in Langendamm eine Außenstelle einzurichten. Sie hofft, dass die Klärung rechtzeitig für das Schuljahr 2015/2016 erfolgt und Lehrer, Eltern und Schüler bald Planungssicherheit haben.
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