Nienburg. In der letzten Sitzung des Ausschuss für Stadtentwicklung äußerten die Grünen Abgeordneten Hedda Freese und Peter Schmithüsen Zweifel, ob die von der Verwaltung vorgeschlagene Fahrradstraße in der Bismarckstraße überhaupt sinnvoll sei und beantragten eine Vertagung. Die Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN hatte zusammen mit WG Nienburg im Jahr 2012 in ihrem Antrag zum Radverkehr in Nienburg neben der Aufstockung der Mittel für den Radwegeausbau auch eine Gemeinschaftsstraße gefordert. Diese solle in der Nähe der Innenstadt z.B. am Nordertorstriftweg, in der Buermende oder der Friedrichstraße entstehen. „Nun eine Fahrradstraße statt einer Gemeinschaftsstraße einzurichten, war für uns schon ein Kompromiss“, so Schmithüsen. Die heute diskutierte Bismarckstraße wurde von der Verwaltung vermutlich als erste Teststrecke vorgeschlagen, weil man dort den geringsten baulichen und finanziellen Aufwand erwartete, meint der Fraktionsvorsitzende. Dort käme allerdings der erhoffte Nutzen für die Radfahrerinnen und Radfahrer nicht wirklich zum Tragen.
„Wenn der Radwegeanschluss an die Kreuzung Arbeitsamt und auch der Übergang am Goethe-Platz nicht konsequent Fahrradfahrer freundlich realisiert wird, werden die Menschen diese Fahrradstraße nicht annehmen und der Test droht zu scheitern“, sagt Hedda Freese, Stellv. Bürgermeisterin. „Wir wollen ein Pilotprojekt das klug vorbereitet ist, das eine echte verkehrliche Entwicklung an einem neuralgischen Punkt darstellt und das dann auch Chancen hat, die Nienburgerinnen und Nienburger zu überzeugen.“
Schließlich, so die GRÜNEN, ginge es darum Fahrradfahren in Nienburg attraktiv zu machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger vom PKW auf das Fahrrad zu locken. Es könne aber keinesfalls das Ziel sein, auf Biegen und Brechen eine Fahrradstraße an einem dafür eher ungeeigneten Ort einzurichten. Jetzt müsse noch einmal in Ruhe mit den Ratsfraktionen und den Fachleuten des Fachbereichs die Situation geprüft und dann ggf. ein neuer Vorschlag dem Ausschuss unterbreitet werden. Die Vorschläge der GRÜNEN lägen bereits auf dem Tisch.
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