GRÜNE kritisieren Bus-Umleitung über den Auewall und fordern Alternative

Nienburg. Die Stadtbusse während der Brückenbauarbeiten über den weniger als vier Meter breiten Weg am Ufer des Meebachs umzuleiten halten die GRÜNEN im Stadtrat für eine falsche Entscheidung mit gravierenden Folgen für die Bäume und die Verkehrssicherheit. Mit einer denkbar knappen Mehrheit von 17 Zustimmungen bei 13 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen hatte der Stadtrat im August beschlossen, während der Brückenbauarbeiten in der Leinstraße die Stadtbuslinien über einen Spazierweg in der Wallanlage umzuleiten.

Besonders ärgerlich ist dieser Beschluss aus Sicht von Ratsherrn und Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtbus GmbH, Dr. Michael Krug, weil eine bereits erprobte und gut durchführbare Alternative gar nicht zur Debatte gestanden habe. "Als vor einigen Jahren die Leinstraße ein neue Schwarzdecke erhielt, hat man die Bushaltestelle ‚Citytreff‘ während der Maßnahme in die inzwischen entwidmete Albrechtstraße vor der ASS verlegt und konnte so die planmäßige Vertaktung der Buslinien weitgehend störungsfrei aufrecht erhalten. Das ist auch unser Vorschlag für die bevorstehende Bauphase. Die Haltestelle würde nur um wenige Meter verlegt und bliebe für die Kunden des Stadtbus in zumutbarerer Entfernung.“

"Es ist für mich kaum vorstellbar, wie monatelang mehr als 50 mal täglich ca. 10 Tonnen schwere Linienbusse über diesen für Fußgänger und Fahrradfahrer angelegten Weg walzen, ohne dabei den Untergrund massiv zu verdichten und dadurch gravierende Schäden am Wurzelwerk der wertvollen Bäume links und rechts des Weges zu hinterlassen," fasste die Ratsfrau Mechthild Schmithüsen die Bedenken von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zusammen. Hinzu komme, so der Vorsitzende des Bauausschusses, Karim Iraki, dass bereits der für das Vorhaben geplante Ausbau der Durchfahrtsbreite auf vier Meter nicht ohne erhebliche Eingriffe in die bestehende Gestaltung des Gehweges möglich sei. „Es müssen sicher Bänke und Beleuchtung entfernt und der Bewuchs massiv zurückgeschnitten werden“, so Iraki. Außerdem sei es naheliegend, dass diese für Busse hergerichtete Verbindung zwischen der dann ja gesperrten Leinstraße und dem Mühlentorsweg auch ordnungswidrig von privaten PKW zur Durchfahrt genutzt werde. Wie dies verhindert werden solle, sei von der Verwaltung überhaupt noch nicht zu Ende gedacht worden.

Dass für die Herrichtung der Busspur in den Wallanlagen dann auch noch Gelder einplant werden, die im Rahmen des ISEK-Programms für den Radwegebau in der Innenstadt beantragt wurden, setze dem ganzen die Krone auf, so Ratsfrau Petra Jäkel. "Wir haben gegen unseren Vorschlag noch keine überzeugenden Gegenargumente gehört. Wir halten den Beschluss zur Umleitung der Buslinien durch die Wallanlagen für einen großen Fehler und hoffen sehr, dass auch die Aufsichtsbehörden und Versicherungen, unter deren Genehmigungsvorbehalt die Maßnahme jetzt noch steht, diesem Abenteuer ihre Zustimmung verweigern werden."

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