GRÜNE kritisieren Nord-Umgehung B214/215

Nienburg. Die Stadtratsfraktion der GRÜNEN und der Nienburger Landtagsabgeordnete Helge Limburg kritisieren den Bau der Ortsumgehung im Norden Nienburgs. „Schon vor 15 Jahren, als die Stadt zur Stellungnahme zu dem Projekt im Bundesverkehrswegeplan aufgefordert wurde, haben die GRÜNEN das Projekt aus ökologischen Gründen klar abgelehnt. Sie bezweifelten schon damals den entlastenden Effekt für die Celler Straße“, teilt Peter Schmithüsen, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, mit. Es sei auch heute noch zu erwarten, dass eine neue Umgehungsstraße den LKW-Verkehr eher steigere und damit Lärm- und Abgasbelastung in und um Nienburg insgesamt steigen würden. „Außerdem ist diese großflächige Versiegelung, die Vernichtung von Ackerflächen und Grünland, dieser massive Eingriff in die Natur nach unserer Auffassung verkehrspolitisch kurzsichtig und in Zeiten der Klimakrise unverantwortlich“, so Schmithüsen. Die GRÜNEN Politikerinnen und Politiker in Stadtrat und im Landtag schließen sich damit der Kritik der Umweltverbände und vieler Bürger*innen an, die sich in dem Planungsverfahren nicht gehört und ihre Argumente nicht ausreichend gewürdigt sehen.

"Wer im Jahr 2019 eine solche Straße unbeirrt weiter plant und baut, erweckt den Eindruck, als wäre die dramatische Entwicklung der Klimakrise und des Artensterbens völlig an ihm vorbeigegangen“, so Helge Limburg, Nienburger Landtagsabgeordneter der GRÜNEN. Eine solche Politik sei schlicht rückständig. Statt weitere Flächenversiegelung für neue Straßen voran zu treiben, müsse viel mehr über Projekte zur Renaturierung von Flächen nachgedacht werden.

Sollte sich der Eindruck bewahrheiten, dass der Bau der Straße nicht mehr aufzuhalten sei, müsse wenigstens die Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Natur möglichst gering gehalten werden. „Dazu muss der geplante Ausbau auf drei Spuren verhindert werden, ein Tempolimit auf 70 km/h vorgegeben sein und selbstverständlich ein umfangreicher Lärmschutz errichtet werden“, heißt es in der Pressemitteilung der GRÜNEN. Gleichzeitig sei ein Rück- bzw. Umbau der Verdener Landstraße und Celler Straße umzusetzen und diese für den LKW-Durchgangsverkehr zu sperren. Für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur In Nienburg ergäben sich auf diesen Hauptachsen von den Ortsteilen in Stadt neue Möglichkeiten, den emissionsfreien Verkehr deutlich attraktiver zu gestalten. Nun sei es dringend an der Zeit die notwendigen Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan, die im Rat beschlossen worden seien, auch umzusetzen. Dies sei der einzige positive Effekt, den das Projekt Ortsumgehung erbringen könne. „Ob dieser zukunftsorientierte Ansatz aber in den zuständigen Ortsräten und im Stadtrat in seiner heutigen Konstellation die nötige Mehrheit findet, ist leider zweifelhaft, wenn schon Tempo 30 auf der Wölper Straße unter Missachtung gutachterlicher Empfehlungen schlicht abgelehnt wird“, meint der Fraktionsvorsitzende Schmithüsen abschließend.

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