Der Kontakt entstand bei einer Podiumsdiskussion im Wahlkampf zur Kommunalwahl. Amadeus Bürgel B.Eng. für Energie- und Gebäudetechnik, Sohn des Geschäftsführers und stellv. Landesinnungsmeister Eberhard Bürgel, fragte die anwesenden Politiker, woher sie ihre Informationen zu Themen der Energieeffizienz und Klimaschutz bezögen. Er stünde gerne für fachliche Gespräche mit den Kommunalpolitikern bereit. Diesem Angebot folgte nun der damalige Podiumsteilnehmer der Grünen und heutige Vorsitzende der Fraktion im Stadtrat, Peter Schmithüsen, und besuchte mit seinen Kolleginnen und Kollegen der Fraktion den traditionsreichen Nienburger Fachbetrieb. „Das mittelständische Handwerk mit seinen hochqualifizierten Fachkräften spielt in der Umsetzung der Klimaschutzziele Nienburgs eine zentrale Rolle. Bürgerinnen und Bürger erfahren in der Regel zu aller erst von ihrem Heizungsmonteur vor Ort, wie sie ihre Anlagen energieeffizienter betreiben können. Ein gute Beratung und fachgerechte Umsetzung von Modernisierungsmaßnahmen ist von elementarer Bedeutung für effektiven Umweltschutz“, so Schmithüsen. Die Führung über das Betriebsgelände machte deutlich, wie intensiv die Beschäftigung mit ressoucenschonenden Verfahren bereits seit vielen Jahren in der Firma betrieben wird. Solarthermie, Photovoltaik, Blockheizkraft und die Pellet Anlage sind die Energiequellen mit denen das Unternehmen die eigenen Betriebsräume versorgt, um auch selbst mit diesen Technologien Erfahrungswerte zu sammeln, so Bürgel. "Wir haben schon in den 70er Jahren die ersten Sonnenkollektoren auf unserem Dach errichtet", erläuterte Dipl. Ing. Eberhard Bürgel. Auch das im Keller untergebracht kleine Blockheizkraftwerk, gibt schon seit vielen Jahren Strom und Wärme.
Im Anschluss erläuterten die beiden Experten in einem Vortrag, wo in Heizungssystemen typische Schwachstellen liegen. Mangelhafte Isolierung der Leitungen, ungenügende Regelung des Heizungskreislaufs und ein nicht fachgerecht durchgeführter hydraulischer Abgleich des Heizsystems können zu unnötigen Energieverlusten führen. "Kritisch ist Energieausnutzung auch in Nahwärmenetzen, belegen wissenschaftliche Analysen. Hohe Vorlauftemperaturen und mangelhaft ausgeführte technische Anpassung der Heizungsanlagen in den oft recht alten Gebäuden selbst, führt zu erheblichen Energieverlusten", so Amadeus Buergel. Auch und besonders in städtischen Liegenschaften könne noch sehr viel mehr Energie gespart werden, wenn die Heizungsanlagen, Pumpen, Schieber und Isolierungen fachgerecht modernisiert würden. "Werden diese offensichtlichen Probleme und Fakten auch wirklich in den zuständigen Stellen bearbeitet", fragte
Peter Schmithüsen Stadtrat Nienburg/Weser Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN Geschäftsstelle der Fraktion Wallstraße 2A 31582 Nienburg/Weser p.schmithuesen@web.de Tel.: 0171/2224960
Hedda Freese, stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Hier sei seitens des Fachbereichs der Stadt sicher noch Handlungsbedarf.
Auf Nachfrage von Heike Möhlmann, berichtete Herr Buergel im zweiten Teil des Gesprächs von den Schwierigkeiten, genug Auszubildende und besonders Frauen für diesen Beruf zu gewinnen. Man sei, so Bürgel, schon viel an den örtlichen Schulen präsent und böte Praktika an. „In diesem Jahr haben wir schon spürbar weniger Bewerber für eine Ausbildungsplatz bekommen als in den vergangenen Jahren“, so der Geschäftsführer. Das Handwerk in Nienburg stehe vor großen Herausforderungen, um ausreichend Nachwuchs für die anstehenden großen Aufgaben in der Gebäudemodernisierung und Energieversorgung zu gewinnen.
„Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützt den Mittelstand hier am Standort Nienburg. Er ist nicht nur die tragende wirtschaftliche Säule und bedeutsamer Arbeitgeber in der Stadt, sondern kann, wie wir auch heute wieder erfahren haben, wichtiger Impulsgeber und Innovationstreiber für Umwelt- und Klimaschutz sein“, schloss Peter Schmithüsen die Veranstaltung.
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