Umbau statt Zuwachs- Bausteine für eine aktive und erfolgreiche Innenentwicklung

Umbau als Folge des demografischen Wandels                                                                                                                                                             

„Umbau statt Zuwachs – Bausteine für eine aktive und erfolgreiche Innenentwicklung“ hieß das Thema des letzten Arbeitskreises Kommunalpolitik des bündnisgrünen Kreisverbandes.

 Das gleichnamige Modellprojekt, in das die Landkreise der Region Weserbergland plus eingebunden waren, endete am 31. Dezember. Aus dem Landkreis Nienburg nahmen die Samtgemeinden Steimbke, Heemsen, Liebenau und Marklohe das Angebot wahr. Angelika Sack, Fachbereichsleiterin Bauen beim Landkreis, hatte das dreijährige Projekt als Vertreterin des Landkreises begleitet  und berichtete über Ziele und Ergebnisse.

Um rund 13.300 Einwohner und Einwohnerinnen werde sich die Einwohnerzahl im Landkreis Nienburg in den nächsten 12 Jahren verringern, das seien 11 %. „Dabei ist nicht jede Kommune gleichermaßen betroffen“, so Angelika Sack, „die Bandbreite schwankt zwischen 3 bis 19 %.“  Hinzu käme eine starke Überalterung. Die Anforderungen an die Gesellschaft veränderten sich und eine der wichtigen Fragen sei, wie Kommunen den Folgen wie Leerstand und Verfall der Ortslagen entgegenwirken können.

„Nur mit einer aktiven Innenentwicklung können die Kommunen die Qualität ihrer Orte erhalten.“ Doch dazu gehöre auch ein Überblick über vorhandene Baulücken und Leerstände, vor allem über die potentiellen zukünftigen Leerstände, die aufgrund des demografischen Wandels unvermeidlich seien.

Hierzu sei ein „Tool“ entwickelt worden, mit dem nicht nur die ins Projekt eingebundenen, sondern alle Landkreiskommunen arbeiten sollten, empfahl sie.

Ziele des Modellprojekts seien die Sensibilisierung für zukünftige Siedlungsentwicklung, der Abbau von Standortkonkurrenzen sowie die Vermeidung von Fehlinvestitionen durch eine gemeindeübergreifende Entwicklungsplanung.

Für die Projekt-Kommunen bedeute dies eine Konzentration auf zukunftsfähige Standorte, d.h. Orientierung an Infrastrukturschwerpunkten. Damit seien kleinere Ortschaften in Zukunft besonders auf die Eigeninitiative ihrer Bürgerinnen und Bürger angewiesen. „Wichtigstes Instrument für die bevorstehenden Umbrüche ist die Organisation einer Bürgerbeteiligung. Nur wenn Bürgerinnen und Bürger die erforderlichen Veränderungsprozesse mitgestalten können, kann Akzeptanz erreicht werden“, so Heinz-Friedel Bomhoff, Kreistagsmitglied und Leiter des Arbeitskreises.  Abschließend stellte er fest, dass die beteiligten Kommunen in eine weitergehende Förderung aufgenommen wurden. Dies sei ein begrüßenswerter positiver Effekt der Teilnahme am Modellprojekt „Umbau statt Zuwachs“. Mit dem interkommunalen Städtebauförderungsprojekt  „Kleinere Städte und Gemeinden“ soll  nun übergreifend ein Entwicklungs- und Handlungskonzept zur Daseinsvorsorge in den vier Kommunen entwickelt werden. Hier werden Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess eingebunden.  „Es wird nicht leicht sein, über den Tellerrand hinauszuschauen und Handlungskonzepte für den eigenen Ort immer mit Blick auf „die anderen“ zu entwickeln“, war die einhellige Meinung der Arbeitsgruppe. Kirchturmdenken habe keinen Platz mehr in der zukünftigen Gesellschaft.

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