Teller statt Tonne

Unter dem Motto: Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in die Tonne improvisierten  Mitglieder des GRÜNEN Kreisverbands am vergangenen Samstag  aus nicht mehr verkäuflichen Lebensmitteln kulinarische Köstlichkeiten.

 

„Nicht nur Hygienerichtlinien, sondern insbesondere auch eine Konsumentenerwartung, jedes Lebensmittel zu jeder Jahreszeit täglich bis Geschäftsschluss in unversehrter Spitzenqualität in den Regalen vorzufinden, zwingt die deutschen Einzelhändler dazu, Unmengen von Lebensmitteln zu vernichten“, so Mechthild Schmithüsen, Sprecherin des Kreisverbands.  „Und selbst in bester Qualität vom Konsumenten erworbene Produkte landen immer noch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit im Müll: durchschnittlich 82 Kilogramm überwiegend Obst und Gemüse pro Bundesbürger jedes Jahr“.  Auf die so zum Ausdruck kommende Geringschätzung  von Lebensmitteln wollten die GRÜNEN mit ihrer Aktion aufmerksam machen.

Der Ueberfluss an Lebensmitteln im Norden steht in vielerlei Hinsicht in unmittelbarem Zusammenhang mit Mangelernährung und fehlendem Zugang zu Lebensmitteln im globalen Süden, erläutert Susanne Kindler-Adam. Die  Subventionierung von Lebensmitteln und Bestimmungen der EU, aber auch das Verhalten der Verbraucher  sind einige Ursachen solcher Verschwendung von Lebensmitteln.  Der Import von Nahrungsmitteln in die reichen Industrieländer  - ein Beispiel ist der Sojaanbau für die Masttierhaltung -  ist Folge einer verfehlten Agrarpolitik der EU, die dazu beiträgt, dass zunehmend der Anbau von Grundnahrungsmitteln im Süden verdrängt wird.  Andererseits hat der Import von subventionierten Lebensmitteln aus der EU, insbesondere Hähnchen aus Massentierhaltung, in vielen Ländern (z.B. Westafrika) Ansätze zur eigenen Fleischproduktion zerstört.

Was gegen diesen Missstand helfen könnte zeigte Heidi Harms ganz pragmatisch mit Schnippelmesser und Mixstab:  „Wir kochen einfach nicht nach Rezept, sondern verwenden alle Zutaten, die sonst im Müll der Nienburger Einzelhändler und Marktbeschicker gelandet wären.“  Und das schmeckte den Marktbesuchern: Bei strahlendem Sonnenschein und fröhlicher Stimmung fand das Überraschungsmenü der GRÜNEN reißenden Absatz.

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