Transparenz um Landessammelstelle Leese angemahnt

Grohnde, Gorleben, Asse, Schacht Konrad - mit diesen heißen Themen zur Atommüll-Problematik in Bund und Land stiegen jetzt die Kreisgrünen in ihrer Mitgliederversammlung  in die Diskussion um die Landessammelstelle für schwachradioaktiven Abfall in Leese und deren Zukunft ein. Auf Anregung des Ortsverbandes Mittelweser und des zuständigen Landtagsabgeordneten Helge Limburg hatte der Kreisverband nach Stolzenau eingeladen.

Miriam Staudte, atompolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, gab zunächst einen Überblick über die Entsorgungssituation im Land. Im Hinblick auf Leese beschrieb sie die Unsicherheiten um die Eignung des als Endlager vorgesehenen Schachtes Konrad. Dort sollen die schwachradioaktiven Abfälle aus Leese aufgenommen werden, geplanter Zeitpunkt 2025-2030. Sorgen bereitete deshalb vor allem der mit verbesserter Kontrollmöglichkeit begründete geplante Bau einer neuen Halle im Lager.

Eröffne der geplante Hallenneubau einem gewinnorientierten Privatunternehmen wie Eckert und Ziegler zu viele Chancen, durch die beabsichtigte Volumenreduzierung (Verbrennung) den dann vorhandenen Lagerraum und die Umgebung mit höherer Strahlenaktivität zu belasten, für die ja die Genehmigungen längst vorliegen?

„Die genehmigte Strahlenmenge ist erst zu 10 % erreicht, und trotzdem sind die Strahlenwerte am Zaun jetzt schon grenzwertig“, so Gerlinde Harms-Hentschel, „was ist zu erwarten, wenn Schacht Konrad als ungeeignet für ein Endlager erklärt wird, was erwartet uns, wenn das Land keine Alternativen entwickelt?“

Mitglieder der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), die der Einladung des Abgeordneten und des Kreisverbandes gefolgt waren, beklagten, dass die Öffentlichkeit weiterhin nicht ausreichend informiert werde und vieles um die Landessammelstelle unklar und unsicher sei.

Helge Limburg und Miriam Staudte nahmen im Verlauf der Sitzung viele Anregungen auf und versprachen weitere Anfragen an den Umweltminister mit dem Ziel, größtmögliche Transparenz in Parlament und Öffentlichkeit zu gewährleisten.

Sie machten aber auch deutlich, dass unter dem jetzigen Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) schon erhebliche Fortschritte im Umgang mit der Landessammelstelle erreicht wurden. Die Atomaufsicht wurde auf das Landesumweltministerium übertragen und die Strahlungsüberwachung verstärkt. Auf Unverständnis stieß die Tatsache, dass die Bürgerinitiative in der von der Gemeinde eingerichteten Begleitgruppe keinen Platz finden soll. Abschließend stellte Ulrike Kassube, Sprecherin, fest: „Danke für einen engagierten Gedankenaustausch. Der Kreisverband wird die Entwicklung aufmerksam verfolgen.“



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