Ortsverband lud zum Straßenfest Rühmkorffstraße

Austausch über die Neugestaltung der Straße mit den Anwohnenden und MdL Stephan Christ

Nienburg. „Die Anwohnenden der Rühmkorffstraße haben sich vor vier Jahren erfolgreich gegen eine Sanierung der Straße auf Ihre Kosten gewehrt und damit die Diskussion um die Straßenausbau-Beitrags-Satzung, kurz StraBS, im Stadtrat befeuert. Deshalb möchten wir heute Abend hier in der Rühmkorffstraße feiern, dass in Nienburg die StraBS abgeschafft wurde und dass die Straßensanierung in der Kommune nun nach Dringlichkeit entschieden und aus Steuermitteln finanziert wird.“ Mit diesen Worten eröffnete Mechthild Schmithüsen, Co-Vorsitzende des Nienburger Ortsverbands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ein kleines Straßenfest in der Rühmkorffstraße, zu dem der Ortsverband die Anwohnenden und alle Interessierten eingeladen hatte. Anlass war die Sommertour des GRÜNEN Landtagsabgeordneten Stephan Christ, der als  Sprecher für Verkehr und Mobilität derzeit die Wahlkreise entlang des Weser-Radwegs besucht. So war er auch im Landkreis Nienburg unterwegs. Nach einer Fahrt mit dem Bürgerbus in Rehburg-Loccum und einem kleinen Ausflug mit der Draisine in Wietzen stellte er sich am Montagabend den Fragen der Bürger:innen in der Rühmkorffstraße.

Trotz des immer wieder einsetzenden Regens war das Interesse der Anwohnenden groß und  so entwickelte sich bei kühlen Getränken und Falafel vom Verein „Menschen helfen Menschen“ eine rege Diskussion. Ganz offensichtlich hatten viele von ihnen das Bedürfnis, ihre Wünsche und Sorgen mitzuteilen. Aus den Wortmeldungen ließen sich drei wesentliche Anliegen erkennen, die bei der nun geplanten Neugestaltung Berücksichtigung finden sollten: Zum Ersten wurden dringend Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung gewünscht, beispielsweise durch Ausweisung eines „Verkehrsberuhigten Bereichs“ mit Vorrang für Fußgänger:innen und Radfahrende sowie eine Strukturierung des Straßenraums durch Baumscheiben und Blumenkübel. Zur Veranschaulichung hatten die GRÜNEN eine Parkbank in den Straßenraum gestellt und mit üppig bepflanzten Kübeln eingerahmt, die freundlicherweise von der Firma Woelk zur Verfügung gestellt wurden. Zum Zweiten müsse Parkplatznot vermieden werden. Diese drohe, da viele Auswärtige und auch Beschäftigte der angrenzenden Schulen den Straßenraum zum Parken nutzten. Daher sollten in Zukunft zusätzliche Parkplätze ausgewiesen und diese für Nicht-Anwohnende kostenpflichtig werden. Und drittens gibt es viel Unmut wegen der zahlreichen „Elterntaxis“ zur Friedrich-Ebert-Schule, die jeden Morgen und Mittag zu unfallträchtigen Situationen im Straßenraum beitrügen. „Wenn es gelingt, die Straße so umzugestalten, dass sie zum Zu-Fuß-Gehen einlädt, dann wären die Eltern vielleicht auch eher bereit, ihre Kinder auf den schon jetzt hierfür eingerichteten Parkplätzen am Anfang der Straße zu verabschieden,“ sagte Dorian Spange, Co-Vorsitzender des Ortsverbands und Mitglied im Nienburger Stadtrat. „Ansonsten gäbe es auch die Möglichkeit, eine „Schulstraße“ auszuweisen und die Straße für die Schulanfangs- und Endzeiten ganz für Autoverkehr zu sperren.“ Auf diese Möglichkeit hatte der ADFC in einer Stellungnahme hingewiesen.

„Es war unser Ziel, mit den Anwohnenden über die Zukunft ihrer Straße ins Gespräch zu kommen. Von daher sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung“, fasste Stephan Christ die Einschätzung der beteiligten Politiker:innen zusammen „Das genau verstehen wir unter Politik im Dialog“.



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