Nienburg. Die Stadtratsfraktion der GRÜNEN besuchte die Obdachlosenunterkunft in der Ziegelkampstraße 44-46. Dort kamen die Politikerinnen und Politiker mit den Anwohnern ins Gespräch und bekamen Gelegenheit sowohl die Gesamtsituation der Anlage als auch die individuelle Wohnsituation einzelner Bewohner in Augenschein zu nehmen. „Die Gebäude sind keinem guten Zustand und müssen dringend in Stand gesetzt werden“, so Peter Schmithüsen, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. „Einige Bewohner berichteten uns, dass seitens der Stadt zu wenig für den Erhalt gemacht würde und Sie in Eigenleistung und mit Unterstützung von Verwandten und Bekannten notdürftig kleinere Instandsetzungen durchführen, um sich wenigstens einen minimalen Wohnstandard zu erhalten.“ Das Engagement einzelner hier in der Obdachlosenunterkunft sei, so Schmithüsen, angesichts ihrer sehr problematischen persönlichen Situation sehr beachtlich.
„Der Standort Ziegelkampstraße ist aus unserer Sicht gut“, so Petra Jäkel, grüne Kandidatin für den Stadtrat, „da hier die Bewohner der Unterkunft nah genug zu den Betreuungsangeboten in der Stadt leben, aber auch einen abgegrenzten Bereich für sich haben. “Wir sehen hier am Standort ein gutes Potential eine angemessene und gute Unterbringung für Obdachlose zu gewährleisten“, so Jäkel. Die Gebäude müssten allerdings baulich hergerichtet und dem Bedarf angepasst werden. Das sollte aus Sicht der GRÜNEN von der Stadt Nienburg zu leisten sein.
„Uns erzählen die Bewohner, dass der Vandalismus auf dem Gelände ein Problem sei, dass sie auch selber ärgere, aber nicht durch die Menschen, die hier wohnen verursachst sei“, berichtet Mechthild Schmithüsen, Sprecherin des Kreisverbands. „Das zeigt, dass wir hier zwar einen Freiraum für diese besondere Zielgruppe der Wohnungslosen brauchen, allerdings muss auch ein Mindestmaß an Betreuung und Unterstützung vor Ort geleistet werden.“ Das sei Aufgabe der Stadt und könne zum Beispiel durch den Einsatz eines Streetworkers gewährleistet werden, so Schmithüsen. Die GRÜNEN sähen zur Zeit keine Alternative zu dem Angebot der Wohnungslosenunterkunft Ziegelkampstraße und drängten darauf, hier mehr in Sozialarbeit und in die Gebäude zu investieren.
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